2007 - 2011 Bewegte Zeiten und Aufbruch zu neuen Ufern

Nach dem 8. Platz in der Saison 2005/2006 war jedem klar, daß es nach dem Verlust des Torjägers Lukas Maier sowie des Trainers Miro Topalusic schwierig werden würde sich in der Bezirksliga zu halten. 3 direkte Absteiger machten das Unterfangen nicht gerade einfacher. Mit Peter Lehleiter konnte der SVH einen erfahrenen Ex-Landesligaspieler als Trainer verpflichten. Nach einem gelungenen Saisonstart wähnte sich der SVH schon auf dem richtigen Weg. Eine Niederlagenserie brachte die Mannschaft dann aber auf einen Abstiegsplatz und Trainer Peter Lehleiter das aus beim SVH. Miro Topalusic stellte sich bis Saisonende (neben seinem Engagement beim FV Bad Saulgau) zur Verfügung. Zusammen mit dem in der Presse als „schwarzen Ritter“ bezeichneten Ex-Torjäger des SC Pfullendorf (Marco Barlecaj) schaffte er bis zum letzten Spieltag noch den Sprung auf einen Nichtabstiegsplatz. Rückblickend diskutieren die Fußballexperten immer noch ob dies eher Fluch oder Segen war.  Mit Urs Obert übernahm zur Saison 2007/2008 ein neuer Trainer das Zepter in Hoßkirch. Im Grunde stand diesem aber keine wirklich bezirksligareife Truppe zur Verfügung.  Platz 17 mit 3 Punkten und ein Trainerwechsel im Oktober 2007 auf Wolfgang Grünhagel waren dann die Konsequenz. Letztere schaffte es aber, daß sich der SVH zwar ohne Sieg aber mit Anstand  und Respekt aus der Bezirksliga verabschieden konnte. Die Tatsache, daß die Mannschaft in diesen 32 sieglosen Spielen nicht auseinandergefallen ist kann im Nachhinein nicht hoch genug angerechnet werden. 

 

Zurück in der Kreisliga A legte der SVH in der Saison 2008/2009 eine Findungsphase ein. Aufgrund einiger Verletzungen bzw. beruflicher Abwesenheiten stand Trainer Wolfgang Grünhagel lediglich ein Minikader zur Verfügung. Dieser schaffte es aber relativ locker die Liga zu halten da diese doch einiges von ihrer Qualität verloren hatte. Viele Fußballexperten hatten bereits einen Durchmarsch in die Kreisliga B befürchtet. Daß in dieser Saison aber auch locker mehr drin gewesen wäre sollte aber auch nicht unerwähnt bleiben.

 

Die Saison 2009/2010 sollte sich für die sportliche Entwicklung des SVH als Knackpunkt erweisen. Mit dem verbandsligaerfahrenen Önder Topal konnte der SVH einen erfahrenen Spielertrainer gewinnen. Der SVH wollte mit eigenen Talenten aus der erfolgreichen Jugend den personellen Umbruch einleiten. Die nachträglich beschlossene Umstellung des Spielsystems im Bezirk Donau von 3 auf 2 A-Ligen und dem damit verbundenen verschärften Abstieg mit 3 Direktabsteigern von 13 Mannschaften traf nicht nur den SVH unvorbereitet. In der Vorsaison hatte noch der Tabellenletzte das Relegationsspiel bestritten. So zeigte die Mannschaft zwar gute Ansätze konnte aber im entscheidenden Moment oft den berühmten Sack nicht zumachen. 7 verlorene 1:2 Spiele in denen man 5 mal mit 1:0 in Führung gehen konnte lassen die Fans heute noch in „was wäre wenn“ Diskussionen verfallen. Fakt war aber nach Saisonende daß der SVH als Tabellenletzter den bitteren Gang in ungeliebte Kreisliga B antreten musste. Daß dieses Schicksal weitere Ex-Bezirksligavereine wie Sigmaringen, Scheer, Dürmentingen oder Ertingen traf machte diese Erfahrung nicht minder schmerzhaft.

 

Wieder einmal mit neuem Trainer startete der SVH in die Saison 2010/2011. Mit Kani Stehle startete ein landesligaerfahrener Spieler seine Spielertrainerkarriere in Hoßkirch. Mit frischem Schwung schaffte er es eine neue Begeisterung für Fußball in Hoßkirch zu wecken. Im Bezirkspokal konnte der SVH in der 5. Runde den Bezirksligisten FV Bad Schussenried nach Elfmeterschießen schlagen. Die Unterstützung der SVH-Ultras  trug hier sicherlich ihren Teil bei. Erst im Viertelfinale gegen den Lokalrivalen FV Altshausen war dann vor ca. 400 Zuschauern mit 1:3 Endstation. Der SVH schrieb nach Jahren der sportlichen Tristesse wieder positive Schlagzeilen. Als man in der Liga in einem Kampfspiel den Tabellenführer  Bad Saulgauer FC mit 4:3 schlagen konnte bzw. das Nachholspiel im Mai in Fleischwangen mit 5:3 gewann und damit die Tabellenführung übernahm konnte sich der SVH im Saisonendspurt quasi nur noch selber schlagen. Dies tat er dann auch. In den Spielen gegen Hochberg und den Bad Saulgauer FC war der SVH klar überlegen konnte aber seine Chancen einfach nicht nutzen sodaß beide Partien mit 0:1 verlorengingen. Selbst im letzten Heimspiel gegen Herbertingen hätte der SVH mit einem Dreier dank der Schützenhilfe des FV Weithart noch auf den Relegationsrang springen können. Irgendwie sollte es nicht sein. So beendete der SVH die Saison auf dem undankbaren Platz 3.